Konditor(in)

Mit der Ausbildung zum Konditor tauchen Sie ein in die faszinierende Welt der süßen Sachen.
Ob das Tourieren der Teige, das Anschlagen der Massen, das Blanchieren der Früchte, das Temperieren der Kuvertüre, das Garnieren der Torten oder das Entwerfen und Fertigen spezieller Dekore für besondere Anlässe – stets bist Du als Konditor/in vor neue Aufgaben gestellt.
Du fertigst Erzeugnisse aus Marzipan, Nougat, Schokolade, Zucker, Mandeln und Honig.
Eintönigkeit und Langeweile haben da keine Chance!
Egal wo Dein Arbeitsplatz ist: im Café am Markt oder in der Konditorei nebenan, in der Restaurant- oder Hotelküche, oder sogar auf einem Kreuzfahrtschiff.
Gerade diese Abwechslung erfordert von Dir eine entsprechende Sicherheit und Routine. (Das läßt sich aber alles lernen!!!).

 

Die Ausbildung

1.Ausbildungsjahr:
Hast Du erst einmal die Hürde der anfänglichen Probezeit (ein bis drei Monate) gepackt, steht Dir ein aufregendes Jahr bevor. Du wirst viel lernen über z. B. Fonds, Krems und Sahne. Du begegnest sowohl einheimischen als auch exotischen Früchten in der Verarbeitung. Du sammelst erste Erfahrungen im Herstellen von Massen und Teigen (Hefe-, Mürb- und Blätterteige), kannst bereits Bisquitmasse anschlagen und lernst mit den wichtigsten Maschinen umzugehen.
Auf diese Weise bist Du bis zum Ende des ersten Lehrjahres fit und weißt Grundlegendes über Deinen künftigen Beruf. Dem Wechsel zum 2. Lehrjahr steht nichts mehr im Wege.

2.Ausbildungsjahr:
Nach der beruflichen Grundbildung des ersten Lehrjahres folgt mit dem zweiten Ausbildungsjahr die berufliche Fachbildung. Hier steht der richtige Umgang mit den Rohstoffen z. B. dem Herstellen und Aufschlagen aller Arten von Butterkrems (französisch/deutsch/italienisch) oder dem Zusammensetzen und Ausgarnieren von Torten oder Desserts im Zentrum der Ausbildung. Auch das Entwerfen und Gestalten von herzhaften Konditoreierzeugnissen wird Bestandteil Deiner Ausbildung sein. Du kannst dann Salz und Käsegebäck genau so sicher, wie Pasteten mit verschiedenen Füllungen (Fleisch, Käse, Gemüse) herstellen, Salate und Snacks zubereiten.
Eine Zwischenprüfung gegen Ende dieses Lehrjahres gibt Dir dann Aufschluß über Deinen Ausbildungsstand. Auf diese Weise kannst Du eventuell noch aufzuarbeitende Rückstände bis zur Gesellenprüfung im 3. Lehrjahr beheben.

3.Ausbildungsjahr:
Den krönenden Abschluß Deiner Ausbildung bildet die vertiefende Tätigkeit in der Praxis des Konditorenhandwerks. Einerseits perfektionierst Du nach erfolgreicher Zwischenprüfung Deine bisher erworbenen Fertigkeiten. Andererseits lernst Du jetzt, Eisbomben, Pralinen, Baumkuchen, Petit Fours, Stollen, Lebkuchen und Festtagstorten herzustellen. Dekorationsmodelle aus Zucker, Eis oder Schokolade sind längst kein Problem mehr für Dich. Mit der abschließenden Gesellenprüfung zeigst Du der Welt, was Du drauf hast und startest in einen sicher genau so aufregenden Arbeitsalltag.

 

Die Anforderung

Man nehme zwei geschickte Hände, vermenge sie mit einem gut entwickelten Geruchs-, Geschmacks- und Farbsinn und fülle diese Zutaten in eine robuste Form, der weder das große Arbeitstempo noch die Temperaturschwankungen im Kühlraum oder am Ofen was anhaben.
Wenn Du darüber hinaus noch eine gewisse Geschicklichkeit im Zeichnen hast, sind auf Deiner Seite als abschließende "Verzierung” nur noch Deine Phantasie, Dein sicheres Stilempfinden und gestalterische Geschicklichkeit gefragt, genauso übrigens wie zumindest ein Hauptschulabschluß.
Abgerundet wird das Ganze durch ein überschaubares Maß an Fähigkeiten wie z. B. Sinn für Sauberkeit und Hygiene sowie Bereitschaft zur Teamarbeit, die aber bei echtem Interesse für den Beruf kein Problem darstellen dürften.
Das ist doch wohl zu packen, oder???